Atemtyp Tai Chi
Warum nur Tai Chi im eigenen Atemtyp zur inneren Kraft führt – und was das mit Sonne und Mond zu tun hat.
Was ist Atemtyp Tai Chi?
Die Tai-Chi-Bewegungen mit der Atmung zu verbinden? Das machen so gut wie alle Tai-Chi-Stile. Eine bestimmte »Atemtechnik« einzusetzen? Vorzugsweise die sogenannte Bauchatmung? Das machen die meisten Stile so, weil sie als die gesündeste Form der Atmung gilt. Aber das ist nur die halbe Wahrheit.


Wie Sonne und Mond
So wie Sonne und Mond unseren Planeten beeinflussen, haben sie auch eine Wirkung auf unseren menschlichen Organismus. Je nachdem, ob Sonne oder Mond zum Zeitpunkt unserer Geburt einen stärkeren Einfluss auf uns ausüben, sind wir zeitlebens Einatmer (lunarer Atemtyp) oder Ausatmer (solarer Atemtyp)
Die zwei Atemtypen
Die beiden Atemtypen unterscheiden sich grundlegend in Haltung, Bewegung und Energiefluss:

Inhaler (lunar)
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Starke Phase:
Einatmen
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Energie-Richtung:
Steigt nach oben
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Haltung:
Aufrecht
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Braucht:
Die Fülle
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Atmung:
“»Umgekehrte« Atmung – Bauch zieht beim Einatmen ein
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Glücksgefühl:
Im gefüllten Zustand, im Schweben

Ausatmer (solar)
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Starke Phase:
Ausatmen
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Energie-Richtung:
Sinkt zur Erde
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Haltung:
Leicht nach vorn geneigt
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Braucht:
Die Leere
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Atmung:
“Natürliche” Bauchatmung – Bauch dehnt sich beim Einatmen
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Glücksgefühl:
Im Runterkommen, in der Verwurzelung
Atemtyp und Körperhaltung
Jeder Atemtyp gewinnt seine innere Kraft nur durch seine starke Atemphase. Das wird sichtbar in der Körperhaltung, die unbewusst durch diese Phase geprägt wird:

Einatmer

Ausatmer

Warum ist der Atemtyp so wichtig?
Wenn ein Einatmer wie ein Ausatmer übt – oder umgekehrt – arbeitet er gegen seine Natur. Die Bewegungen fühlen sich anstrengend an, der Atem stockt, die innere Kraft bleibt verschlossen.
Die historische Verwirrung
In der Geschichte des Tai Chi gab es immer wieder unterschiedliche Lehrmeinungen über die »richtige« Haltung und Atmung. Manche Meister lehrten die aufrechte Haltung, andere die geneigte. Manche die Bauchatmung, andere die umgekehrte Atmung.
Meister Frieder Anders hat diese Zusammenhänge in über 20 Jahren erforscht und systematisiert. Atemtyp Tai Chi erklärt die historischen Unterschiede und stellt für jeden Typ die passende Variante bereit.
Terlusollogie – Die Wissenschaft dahinter
Die Atemtyp-Lehre stammt aus der Terlusollogie, entwickelt von Erich Wilk und Charlotte Hagena. Sie beschreibt, wie der Zeitpunkt unserer Geburt – genauer: die Stellung von Sonne und Mond – unsere Atmung und damit unsere gesamte Körperhaltung prägt.

Meister Frieder Anders hat diese Erkenntnisse auf das Tai Chi übertragen und seit 2005 das Atemtyp Tai Chi entwickelt – eine wichtige Komponente, die von den alten Meistern lange unbewusst praktiziert wurde, aber erst von ihm bewusst erforscht und gelehrt wird.
Was bedeutet das für Deine Praxis?
Wenn Du Deinen Atemtyp kennst, verändert sich Deine gesamte Praxis:
Haltung
Atmung
Bewegung
Kraft

Lernen im eigenen Atemtyp
Alle Online-Kurse der Tai Chi Academy gibt es in zwei Varianten: für Einatmer und für Ausatmer. In den Lernvideos siehst Du die Form so, wie sie für Deinen Atemtyp richtig ist – mit der richtigen Haltung, der richtigen Atmung, den richtigen Akzenten.
Häufige Fragen zum Atemtyp
Q. Kann sich mein Atemtyp ändern?
Nein. Der Atemtyp wird bei der Geburt festgelegt und bleibt ein Leben lang gleich.
Q. Was, wenn ich jahrelang »falsch« geübt habe?
Keine Sorge – Dein Körper kennt seinen Typ. Sobald Du im richtigen Atemtyp übst, fühlt es sich natürlich an. Die Umstellung geht meist schneller als erwartet.
Q. Ist ein Atemtyp besser als der andere?
Nein. Beide Typen sind gleichwertig. Es geht nicht um besser oder schlechter, sondern um das, was für Dich richtig ist.
Q. Kann ich auch ohne Atemtyp-Bestimmung Tai Chi lernen?
Ja, aber Du verschenkst das größte Potenzial. Die Atemtyp-Ausrichtung ist der Schlüssel zur inneren Kraft.
Welcher Atemtyp bist Du?
Finde es heraus – und beginne Deine Praxis im eigenen Atemtyp.